BANCOR 3a: Risiken von Finanzanlagen
Anlagen an den Finanzmärkten sind immer mit Risiken verbunden. Vor einer Anlage ist es wichtig, die verschiedenen Risikoarten zu verstehen, denen man sich aussetzt, um seine Anlagestrategie fundiert auszurichten.
Der Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite
Das Grundprinzip ist einfach: Je höher die erwartete Rendite, desto grösser das damit verbundene Risiko. Ein herkömmliches Sparkonto mag zum Beispiel "risikofrei" erscheinen, aber nur auf den ersten Blick. Tatsächlich kann es Gegenparteirisiken (abhängig von der Solidität der Bank) oder Liquiditätsrisiken ausgesetzt sein, insbesondere wenn Rückzugsbeschränkungen gelten.
Zudem liegen die Zinsen klassischer Sparkonten in der Schweiz derzeit bei etwa 0,5% bis 1,5% pro Jahr, deutlich unter der Inflation, die in den letzten Jahren zwischen 2% und 3% schwankte. Das bedeutet, dass Ihr Sparguthaben real an Wert verlieren kann.
Die Risikobewertung
Jede Anlage muss unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Risiken analysiert werden. Einige sind messbar (wie die Volatilität oder die historische Korrelation der Anlagen), andere sind unsicherer oder exogen, etwa geopolitische, regulatorische oder steuerliche Risiken.
Vor einer Anlage ist es wichtig, sich die richtigen Fragen zu stellen:
- Was ist das Ziel dieser Anlage?
- Geht es um Kapitalerhalt, Vorsorge für den Ruhestand oder Vermögensaufbau?
- Welchen Anlagehorizont haben Sie?
- Welchen Verlust sind Sie bereit zu tragen, wenn die Märkte drehen?
Bei einer marktgebundenen Vorsorgeanlage kann der Wert Ihres Kapitals zum Beispiel sowohl steigen als auch sinken, insbesondere je nach Entwicklung der Aktien- oder Obligationenmärkte.
Unser Ansatz: Diversifikation und Risikokontrolle
In der Praxis streben wir für jede Anlegerin, jeden Anleger und jede vorsorgenehmende Person eine systematische Risikobegrenzung an. Dazu bevorzugen wir einen diversifizierten Ansatz auf der Basis von Fonds, die eine breite Abdeckung verschiedener Wirtschaftssektoren und Regionen ermöglichen und gleichzeitig tiefe Verwaltungsgebühren aufweisen (oft unter 0,5% pro Jahr).
Diese Strategie verteilt die Risiken einzelner Anlagen und nutzt die Gesamtentwicklung des Marktes. Sie hilft zudem, folgende Risiken besser zu steuern:
- Börsenrisiken (Volatilität der Aktien)
- Währungsrisiken (Wechselkursschwankungen)
- Zinsrisiken (Veränderung der Obligationenrenditen)
- Gegenparteirisiken (Ausfall eines Finanzakteurs)
- Makroökonomische Risiken (Inflation, Rezession, geopolitische Spannungen usw.)
Kurz gesagt: Anlegen ist mit Risiken verbunden, doch diese lassen sich mit einer rigorosen Strategie, einer intelligenten Diversifikation und einer klaren Definition Ihrer Ziele und Ihrer Risikotoleranz beherrschen.